Dunkle Seite des Regenbogens (Episode 2)

Warnung: diese Geschichte enthält Gewalt, Kraftausdrücke, erwachsene Inhalte, fantastische Elemente, wilde Bestien, schwarze Magie, fragwürdigen Humor und vieles mehr. Lesen auf eigene Gefahr! Viel Spaß mit der Geschichte von Lissa, der Monsterschlächterin.

Milton war am Boden zerstört. Nachdem sein Vater ihn rausgeworfen hatte, schloß er sich der Gruppe um Lissa, der Monsterschlächterin, an. Nicht dass er eine große Wahl gehabt hätte. Sie hatte ihn vor einem Drachen gerettet. Also musste er seine Schulden bei ihr abbezahlen.

Zuerst war er aufgeregt so das Leben eines Abenteurers zu führen und ein Held zu werden. Aber die Realität holte ihn schnell ein. Denn es stellte sich heraus, dass ein Leben auf der Straße sehr viel Laufen beinhaltete. Und das war er nicht gewohnt. In Lindburg waren sie normalerweise mit der Kutsche unterwegs gewesen.

Drei Tage auf der Straße und sein gesamter Körper war ein einziger Schmerz. Die Blasen an seinen Füßen hatten bereits Blasen.

Vielleicht würde er sich besser schlagen, wenn er nicht die ganze Zeit den abgetrennten Kopf eines Drachen auf einem Karren hinter sich herziehen müsste. “Niemand bezahlt uns für schöne Worte. Für eine Trophäe aber schon.”, hatte Lissa geantwortet. Das Ding war gewaltig und stank derartig, dass es Fliegenschwärme anzog, die um Milton und seinen Karren schwirrten.

Die Meisten seiner Gefährten blieben deshalb auf Distanz. Außerdem mochten sie Milton nicht sonderlich. Wenn sie mit ihm sprachen- selten taten sie es überhaupt- nannten sie ihn nur Schönling oder Ihre Majestät mit ausreichend Verachtung in ihrer Stimme.

Die einzige Ausnahme war Ox, der Riese von einem Mann, den er in der Nacht gesehen hatte, als er Lissa kennengelernt hatte. Milton wusste nicht, ob es sein richtiger Name oder ein Spitzname war. In jedem Fall war er passend.

Seit Anbruch des dritten Tages war er weit hinter den Rest der Gruppe zurück gefallen. Es war ein düsterer Tag. Eine Decke aus grauen Wolken hing tief am Himmel. Milton hatte Angst, dass er den Staub und den Gestank des verrottenden Drachen niemals mehr los werden würde, als er am Mittag endlich die anderen eingeholt hatte.

Sie machten eine Pause, und er war heilfroh, den Karren für eine Weile abstellen zu können. Die Gruppe hing vor ihrem Planwagen herum. Sie spielten Karten, waren in ein Gespräch vertieft oder machten ein Nickerchen. Offensichtlich waren sie schon länger dort und hatten längst gegessen.

Lissa saß auf einem großen Stein. Sie trug leichte Kleidung und eine schlichte Gambeson – ideal für reisende Abenteurer. Auf ihrem Schoß lag ein hässliches Kurzschwert, das die Schlächterin gerade fertig poliert hatte. Eindeutig schätzte sie es aus pragmatischen Gründen und nicht für seine Eleganz. Ox saß neben ihr, seine große Pfeife in einer Hand. Ein honigsüßer Geruch umgab ihn. Als Milton an ihnen vorbei ging, schnappte er ihre Unterhaltung auf.

“Ein reicher Händler hat es her gebracht. Irgendwie hat es sich befreit und ihn und seinen gesamten Haushalt abgeschlachtet. Könnte sich lohnen, genauer nachzuschauen.”, sagte Ox. “Ich verstehe immer noch nicht, wieso niemand je dazu lernt.” Ox zuckte mit den Schultern und schmauchte seine Pfeife. “Die Aussicht auf ewiges Leben und Reichtum, wenn du mich fragst.”

Lissa seufzte. Ihr Blick wanderte in die Ferne. “Ich würde lieber zurück in den Norden, abkassieren und es für eine Weile ruhiger angehen lassen. Eins von denen ist das Letzte, was ich jetzt brauche.” Ox bließ den Rauch in Kringeln aus. “Stell dir vor, was passiert, wenn jemand unwissend seinen Weg kreuzt…” Ihr Begleiter wusste, wie er sie bekam. Sie stand auf und streckte sich, bevor sie sich an die Mannschaft wandte. “Wir brechen in fünf Minuten auf.”

Milton warf seine Arme wie ein Kleinkind in einem Wutanfall in die Luft. “Ich bin buchstäblich gerade erst angekommen! Wie wär es mit ein bisschen Rücksicht?” Lissa schaute ihn an. Ihr Blick war hart. “Dann komm das nächste Mal früher an. Dann kriegst du auch deine Pause.”

“Das ist nicht fair…”, murmelte Milton. Innerlich staute sich seine Wut auf, bereit sich nach außen zu entladen. Aber er wusste es besser, als sie an ihr auszulassen. “Das Leben ist hart. Gewöhn dich dran.” Sie wandte sich ab und nickte Ox im Vorbeigehen zu. “Bereite alles vor.”

Ox stand auf. Er legte seine große Hand Milton auf die Schulter und drückte sie. “Ich geb dir einen Moment, Junge. Da drüben ist ein kleiner Teich.” Er zeigte in Richtung der Bäume. “Komm erstmal runter und erfrisch dich etwas.”

*

Milton war genau in die Richtung gegangen, die Ox ihm gezeigt hatte. Müde vom ganzen Laufen schlurften seine Füße über den trockenen Waldboden auf der Suche nach dem Teich. Er musste ihn verpasst haben, denn es dauerte viel zu lang, dorthin zu kommen. Er wäre umgedreht, wenn er sich nicht sicher gewesen wäre, dass die Gruppe längst ohne ihn weiter gezogen war.

Und wenn schon, dachte er sich, er hasste sein neues Leben sowieso. Nicht einmal drei Tage hatte es gedauert, bis er sein angenehmes Leben in Lindburg vermisste. Herumsitzen und so zu tun, als wäre man schlau, schlug das ständige Laufen um Längen. Der einzige Schmerz, den er dort gekannt hatte, war der Kater nach einer Kneipentour durch die Bars der Stadt. Jetzt hatte er nur noch die staubige Straße und den Spott seiner neuen Gefährten – gesetz dem Fall, dass er sie wiederfand.

In der Ferne hörte er das sanfte Murmeln von fließendem Wasser. Milton entschied sich, eine Pause am Flussufer einzulegen. Nachdem er eine sanften Böschung runter gegangen war, arbeitete er sich durch das dichte Schilf. Eigentlich verdiente der Rinnsal von einem Gewässer die Bezeichnung ‘Fluss’ nicht, denn es war bei bestem Willen ein größerer Bach.

Er stieg in das kalte, seichte Wasser und wusch sich sein Gesicht. Für den Moment gelang es ihm, seinen unruhigen Verstand zu beruhigen. Vielleicht würde er es zurück nach Lindburg schaffen und könnte die Sache mit seinem Vater ausbügeln. Es war wahrscheinlich seine beste Chance. Alleine würde er in der Wildnis keinen Tag überleben. So viel hatte er bereits verstanden.

Milton hing seinen Gedanken nach, während er sein Spiegelbild anstarrte. Als er aufschaute, bemerkte er erst, dass die andere Uferseite so viel einladender aussah.

Die Sonne schien auf eine saftige Weide, die sich über einem sanften Hügel ausbreitete. Das Gras war grüner, das Blumenmeer farbenfroher. Bienen und Schmetterlinge schwirten in perfekter Harmonie umher. Irgendwo sangen Vögel ein wunderschönes Duett. Ein leuchtender Regenbogen rahmte die wundervolle Szene ein, von der Milton überzeugt gewesen war, dass sie eigentlich nur in kitschiger Kunst existieren dürfte.

Und dann sah er es. Zuerst dachte er, es wäre ein gewöhnliches Pferd, das inmitten der Idylle graste. Aber etwas an dem Tier verzauberte ihn. Die langen, grazilen Beine; das leuchtend weiße Fell, das im sanften Sonnenlicht glitzerte; die pinke Mäne, die in der sanften Brise wehte; es sah aus, als wäre es frisch der Fantasie eines Kindes entsprungen.

Auf seiner Stirn war ein langes, spiralförmiges Horn. Milton konnte seinen eigenen Augen nicht glauben. Ein Einhorn? Aber mit seinen eigenen Augen er sah die sagenhafte Kreatur, über die so viele Dichter in ihren Werken sprachen. An der Universität hatte er es für eine naive Metapher gehalten- zuerst amüsant aber wenn man sie zum hundertsten Mal las nur noch ermüdend. Aber da war es, in all seiner Schönheit.

Der tiefe Wunsch, sich dem Einhorn in seinem Paradies anzuschließen, erwachte in Milton und überwältigte ihn schnell. Vorsichtig watete er durch das seichte Wasser, um das Tier nicht mit einer hastigen Bewegung zu verschrecken. Er war schon auf halbem Weg, als Lissa hinter ihm schrie. “MILTON! Geh nicht näher ran!” Zuerst war er verwirrt. Aber dann erkannte er, was sie meinte.

Das weiße Fell des Einhorns war gesprenkelt mit dunkelroten Flecken. Eine Kruste aus getrocknetem Blut hatte sich um seine Hufe gebildet. Als es seinen Kopf hob, konnte Milton den Wahnsinn und die Blutgier in seinen goldenen Augen erkennen. Das Tier gab ein dämonisches Geräusch von sich, das Milton das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Schlagartig machte er Kehrt und stolperte so schnell er konnte durch das Wasser. Hinter ihm wuchs das Getrampel zu einem tiefen Donnergrollen, als das Einhorn die Verfolgung aufnahm. Milton stolperte über einen Stein und fiel.

Zu seinem Glück war ihm Lissa entgegen gekommen. Ihr Kurzschwert in der Hand sprang sie über ihn und schlug nach der angreifenden Bestie. Die Klinge schnitt tief in das Fleisch des Einhorns. Es bäumte sich auf, trat mit seinen Vorderbeinen nach Lissa, die aber schon wieder zurück gewichen war. Silbernes Blut strömte aus der Wunde. Ein zischendes Geräusch erfüllte die Luft, als es dickflüssig ins Wasser tropfte.

Es gab Milton Zeit, wieder auf die Füße zu kommen. Jedes normale Tier wäre tödlich verletzt von so einem Treffer, oder zumindest stark beeinträchtigt. Aber das Einhorn zog sich nur für einen kurzen Moment zurück, bevor es seinen Wahnsinn wieder zurück gewonnen hatte. “Renn. Und bleib nicht stehen!”, befahl Lissa. Das brauchte sie Milton nicht zwei Mal sagen.

So schnell er konnte erreichte er das Ufer. Seine erschöpften Beine brannten, als er sich durch das Schilf kämpfte. Er rannte und rannte. Solange bis seine Beine krampften und Milton nicht mehr weiter konnte. Keuchend brach er an einer großen alten Eiche zusammen. Obwohl seine Klamotten immer noch durchnässt waren, fühlte er sich, als würde er innerlich verbrennen.

Lissas Fluchen weckte ihn aus seinem Dämmerzustand. “Scheiße…” Er setzte sich auf und war geschockt, als sie endlich durch das Unterholz brach.

Die Schlächterin sah schrecklich aus. Ihre Gambeson hing in Fetzen, wo das Horn die Tuchrüstung durchstochen hatte. Milton sah keine tiefe Wunde, aber Blut floss ihre Seite herunter und färbte ihre Kleidung in ein tiefes Rot. Bissabdrücke zierten ihren Nacken. Ihre Hände waren vom ätzenden Blut verbrannt.

“Bist du okay?”, fragte er und machte einen Schritt vorwärts, um sie zu stützen. Sie schlug seine Hand beiseite. “Kümmer dich nicht um mich. Wir haben größere Sorgen.” Verblüfft schaute Milton sie an. “Das Einhorn ist immer noch…?” Sie nickte. “Ja. Und es ist richtig angepisst.”

Lissa brauchte einen Moment, um zu verschnaufen, und wischte sich mit ihrem Ärmel übers Gesicht. “Sind Einhörner nicht eigentlich die sanften Hüter des Lebens und allem Schönen?” Das Alles machte keinen Sinn für Milton. “Sind sie. Deshalb solltest du weg von ihnen bleiben. Soweit wie menschenmöglich.”

Skeptisch betrachtete sie das Schwert in ihrer Hand. Seine Klinge war vom Blut des Einhorns verätzt und hat seine Schärfe komplett verloren. Es war nicht mehr als ein besser Knüppel. Also ließ sie es fallen.

“Ich kannte einen Mann, der genau das Gleiche gemacht hat wie du. Einhörner sind schreckliche Viecher, deshalb ist er ans andere Ende des Landes geflohen. Natürlich hat es ihn aufgespürt. Irgendwie ist er davon gekommen und hat Schutz auf einer Insel gesucht. Niemand weiß wie, aber das Einhorn ist dorthin gekommen und hat ihn abgeschlachtet. Was ich damit sagen will, ist: wir sitzen in der Scheiße.” Milton erblasste. “Das bedeutet…” Sie nickte. “Ja. Jetzt heißt es, wir oder es.”

Lissa lehnte sich gegen den Baum und schloß die Augen, um sich zu beruhigen. Milton hatte es geschafft, unwissentlich in einen großen Haufen Scheiße zu treten. Schon wieder. Vielleicht war das sein Ding. Seine jüngste Bilanz legte das zumindest nahe. Der Moment verging wie eine qualvolle Ewigkeit.

Endlich brach er das Schweigen. “Gibt es einen Weg, es aufzuhalten?” Lissa antwortete zögerlich. “Gibt es. Eigentlich würde ich es lieber vermeiden, aber ich glaube dafür ist es zu spät.” Obwohl es ihr Job war Monster zu erlegen, wirkte sie besorgt. “Es gibt einen Weg, es zu töten. Ich muss nur irgendwie auf seinen Rücken kommen.” Aus dem Nichts fand Milton den Mut, eine Entscheidung zu treffen. Seine Stimme zitterte. “Wie kann ich helfen?”

Nachdem sie ihm das Bisschen, das Milton für den Plan wissen musste, erklärt hatte, verschwand sie hinter der großen Eiche. Nervös lief Milton auf und ab und stellte sicher, immer in der Nähe der tief hängenden Äste des Baumes zu bleiben. Seine Brust hob und senkte sich schnell. Er begann, an seiner Entscheidung zu zweifeln. Irgendwo über ihm flog ein Vogel los, und Milton zuckte bei dem Geräusch zusammen.

Es dauerte nicht lange bis das unnachgiebige Biest ihn gefunden hatte. Trockene Blätter und Äste knisterten unter seinen dämonischen Hufen, als es näher kam. Und dort war es.

Majestätisch stand es zwischen zwei Bäumen und hob seinen Kopf. Es schien den Moment seiner rechtmäßigen Rache voll auszukosten. Die Verletzungen, die Lissas Schwert ihm zugefügt hatte, waren schon verheilt. Rosa Fleisch schien, wo die Klinge Fell und Haut durchschnitten hatte. Seine goldenen Augen strahlten in seinem eifrigen Streben, den Störenfried zu erledigen.

Milton schluckte schwer. Er verstand nicht, wie intelligent diese Kreatur war, nahm aber eine Kampfhaltung ein. Mit einer Hand signalisierte er dem Einhorn, los zu legen. Anerkennend senkte es seinen Kopf und scharrte mit dem Huf. Dann griff es an.

Sein Überlebensinstinkt meldete sich, aber Milton zwang sich, der Bestie so lange er konnte im Weg zu stehen. Ihr Plan- und damit ihr Leben- hing davon ab. Als das Einhorn nur noch eine Armlänger entfernt war, nahm er seine ganze Kraft zusammen und sprang zur Seite.

Das Tier hatte genug Fahrt aufgenommen, dass es an ihm vorbei raste. Als Milton sich nach ihm umdrehte, hatte das Einhorn schon gewendet und griff wieder an. Er verfiel in Panik. Wo war Lissa? Ließ sie ihn im Stich?

Endlich brach Lissa durch die Blätter der Eiche, als das Einhorn gerade unter dessen Äste war. Sie landete hart auf seinem Rücken und kämpfte darum, oben zu bleiben. Als Antwort schlug das Einhorn in alle Richtungen aus und versuchte, sie abzuwerfen. Milton musste dem Kampf zusehen, unfähig selbst einzugreifen.

Um Halt zu gewinnen, vergrub Lissa ihre Hände tief in der pinken Mäne. Der resultierende Schmerz machte das Tier noch rasender. Es trat aus, warf sich von einer Seite zur anderen, um seinen unerwünschten Reiter los zu werden. Langsam aber sicher kroch Lissa voran und schloss ihre Beine um den Hals des Einhorns.

Endlich kriegte sie das Horn zwischen die Finger. Etwas in den Bewegungen des Einhorns signalisierte, dass es zunehmend verzweifelter wurde. Als würde es ihm dämmern, dass sich das Blatt gewendet hatte. Sein eigenes Überleben stand jetzt auf dem Spiel.

Lissas Muskeln schwollen an, als sie das Horn mit ganzer Kraft zu sich zog. Gerade als es so aussah, als würde sie es nicht schaffen, brach es mit einem lauten Knacken. Das Einhorn schrie unmenschlich auf. Sein Treten und Aufbäumen wurde langsamer. Gekonnt drehte Lissa das Horn in ihrer Hand und stach es durch das Auge des Einhorns, bevor sie erschöpft von seinem Rücken sprang.

Immer noch nicht bereit aufzugeben, stolperte es langsam auf Milton zu. Hass und Schmerz brannten in seinem verbleibenden Auge.

Endlich starb sein entsetzlicher Antrieb und es ging zu Boden. Schwarzer Rauch stieg von seinem Körper auf. In einem Funkenregen fiel sein Fell aus und verbrannte noch in der Luft. Das Einhorn stieß einen letzten bitteren, schmerzerfüllten Schrei aus, bevor es auf die Seite rollte und starb. Die Erinnerung an die schreckliche Szene würde Milton noch die kommenden Wochen in seinen Träumen verfolgen.

*

Die Sonne stand tief, als Milton und Lissa endlich am Lager ankamen. Der Kampf hatte beide übel mitgenommen. Aber den verdammten Leichnam mitzuschleppen, worauf Lissa bestanden hatte, gab Milton den Rest.

Alle waren beschäftigt und bemerkten ihre Rückkehr nicht einmal. Milton hatte nicht erwartet, dass sich jemand einen Dreck um ihn scheren würde. Aber er verstand nicht, warum es niemandem Sorgen machte, dass ihre Anführerin für einen halben Tag verschwunden war. Aber er war zu müde, um weiter darüber nachzudenken.

Ox war der Einzige, der ihnen entgegen kam, um sie zu begrüßen. Er streichelte seinen geflochtenen Bart und grinste. “Du siehst beschissen aus, Lissa.” “Halt‘s Maul” Die Schlächterin war offensichtlich nicht in der Stimmung für Späße.

Das kümmerte ihren kräftigen Gefährten wenig. “Ich sehe, du hast den verlorenen Sohn gefunden. Und einen Freund unterwegs gefunden.” Lissa knurrte. “Du findest besser jemanden, der uns einen Haufen Geld dafür gibt.” Und damit war sie fertig mit dem Wortgeplänkel und ging an Ox vorbei. “Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Weiter geht ‘s!”, bellte sie, sprang auf den Wagen und schloss die Plane hinter sich.

“Hilf mir mal, Junge.” Der Riese hob den Kadaver mit Leichtigkeit hoch und brauchte offensichtlich nicht Miltons Hilfe dafür. Also schlurfte er neben ihm her. “Schreckliche Biester, diese Einhörner, was?”, fragte Ox, als sie beim Karren angekommen waren, der schon den Drachenkopf beherbergte. “Was auch immer.” Milton war todmüde und die Vorstellung, weiter zu ziehen, entsetzte ihn.

Als Ox den Körper auf die Ladefläche warf, stellte Milton das Offensichtliche fest. “Selbst wenn ich ausgeruht wäre, könnte ich das alles nicht bewegen.” Ox lachte. “Mach dir keine Sorgen. Ich übernehme. Warum springst du nicht auf und erzählst mir, was passiert ist?”


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