Lissa – die Monsterschlächterin (Episode 1)

Warnung: diese Geschichte enthält Gewalt, Kraftausdrücke, erwachsene Inhalte, fantastische Elemente, wilde Bestien, schwarze Magie, fragwürdiger Humor und vieles mehr. Lesen auf eigene Gefahr! Viel Spaß mit der Geschichte von Lissa, der Monsterschlächterin.

Milton und seine Freunde saßen an einem runden Tisch in ihrer Stammkneipe ‘Zum hinkenden Oger’. Wie jede Nacht verbrachten die fünf Studenten ihre Zeit damit, die feinen Künste zu diskutieren, die Symbolik klassischer Poetik zu analysieren und ihre Lieblingshelden aus den alten Geschichten in fiktive Kämpfe gegeneinander antreten zu lassen. Und natürlich mit reichlich Alkohol. Die Stimmung war ausgelassen, bis Joshua seinen Krug leerte und ernst in die Runde schaute.

“Habt ihr von den verschwundenen Erstsemstern gehört?” Milton nickte. Das Gerücht war in Lindburg in aller Munde. Während einem Aufnahmeritual einer der Studentenverbindungen wurde eine Gruppe Anwärter nachts in den Wald geschickt. Und sie waren nicht zurück gekehrt. “Ein Freund hat mir erzählt, dass sie in einer Höhle übernachten sollten. Angeblich soll erst vor Kurzem ein Drache sich dort eingenistet haben.” Carl fing an zu lachen. “Jetzt erzähl mir nicht, dass es der Lindwurm ist!” Milton und die Anderen stimmten in sein Lachen ein.

Der Lindwurm war das offizielle Symbol der Stadt. Der Legende nach hat die riesige Kreatur die Hügel der Region mit seinem schlangenhaften Körper geformt, bis es das Schwert der mutigen Stadtgründer kennen gelernt hatte. “Seit Generationen wurde kein Biest oder Monster irgendeiner Art im Kernland gesehen. Vermutlich haben sie nie existiert – nur Hirngespinste einfacher Leute, um sich zu erklären, was sie nicht verstehen.”, wiederholte Paul die Meinung, die sie alle teilten.

Natürlich wussten sie alle, dass Monster, Geister, Dämonen und andere Kreaturen sehr wohl existierten. Aber um überhaupt welche anzutreffen – außer diese lästigen Müllkobolde- müssten sie in die Grenzregionen des Landes reisen, was keiner aus der vornehmen Gesellschaft jemals tat. Außerdem waren sie stolz darauf umstrittene Meinungen zu vertreten, auch wenn sie offensichtlich falsch waren.

“Aber du kannst nicht leugnen, dass die Erstsemester verschwunden sind.”, beharrte Milton. Nach einer Weile des Hin und Her schlug Ben mit der Faust auf den Tisch. Er war deutlich betrunkener als die anderen, aber er witterte eine Gelegenheit ihrem langweiligen Alltag zu entkommen. “Wir müssen sie finden!” Paul verstand sofort worauf sein Kumpel hinaus wollte. “Stellt Euch vor, wie sie uns an der Uni feiern würden!” Ben nickte grinsend. “Und sollten wir den Lindwurm finden, jagen wir ihn dahin zurück, wo er herkommt! Was sagt ihr, Jungs?”

Die Aussicht anerkannte Helden zu werden, kam bei den jungen Männern gut an – sogar bei Milton, der normalerweise eher der Zurückhaltende war. Sie tranken aus und gingen los, um alles zu besorgen, von dem sie dachten, sie würden es für das nächtliche Abenteuer brauchen. Zehn Minuten später trafen sie sich am Stadttor.

Obwohl es schon weit nach Mitternacht war, hatte sich ihr Plan schnell herum gesprochen. Die müden Wachen zuckten nur mit den Schultern und schauten verwundert zu, als die Studenten mit einem bemerkenswerten Mob an neugierigen Schaulustigen im Schlepptau die Sicherheit der Stadtmauer hinter sich ließen.

Die Straße schlängelte sich durch die sanfte und bewaldete Hügellandschaft. Joshua ging voraus. Bald war das Blätterdach dicht genug, dass es das schwache Licht des klaren Sternenhimmels ausschloss. Das Licht ihrer Fackel warf lange geisterhafte Schatten in die Nacht.

In der wachsenden Dunkelheit, umringt von den schaurigen Geräuschen der Wälder, verblasste das Feuer, das der betrunkene Enthusiasmus in Miltons Brust entfacht hatte, schnell. Vielleicht, nur vielleicht, dachte er, war es keine so gute Idee gewesen, mitten in der Nacht in den Wald hinaus zu gehen, und er wäre mit seinem weichen und sicheren Bett bedeutend besser bedient. Um sich von seinen wachsenden Zweifeln abzulenken, stimmte er in die Prahlerei der anderen darüber, wie leicht sie mit dem Großen Lindwurm fertig werden würden, ein.

Stundenlang liefen sie. Joshua hatte mehrmals die Orientierung verloren und war sich nicht mehr sicher, wo die Höhle lag. Von ihrer Zuschauermenge war ihnen nur noch eine handvoll geblieben. Der Mond hing tief am Himmel, als der dunkle Wald abrupt aufbrach und sich eine Lichtung vor ihnen öffnete. Der Höhleneingang zeichnete sich bedrohlich wie die Umrisse einer Raubkatze in der Dunkelheit ab. Alles war friedlich und still. Kein Anzeichen deutete auf die legendäre Kreatur hin- oder überhaupt irgendjemanden.

Milton schaute hinter sich, wo sich die restlichen Zuschauer versammelt hatten. Erst jetzt fiel ihm ein klotziger Mann auf, der über den über die Köpfe der anderen hinaus ragte. Der Kerl war so breit wie ein Ochse und hatte einen dichten, geflochtenen Bart. Er verschränkte die Arme vor der Brust, wobei er die seltsamen Symbole entblößte, die in seine Haut tätowiert waren. Milton war sich sicher, dass er nicht von hier war. Aber bevor er mehr Gedanken an den Fremden verschwenden konnte, richtete sich seine Aufmerksamkeit wieder nach vorne, als Paul ihm seinen spitzen Ellbogen in die Seite rammte.

Ben stand vor ihnen – ein Schwert in der einen, eine Flasche teuren Rotwein in der anderen Hand. Er trank einen großen Schluck. Er lallte. “Los, sucht sie! Und zeigt diesem “Biest” woraus wir gemacht sind!” Als Antwort erhoben die Anderen ihre Schwerter. Ihr selbst ernannter Anführer wollte die Geste nachmachen, hob allerdings die Flasche und verschüttete ihren kostbaren Inhalt.

Das Murmeln ihrer verbliebenen Zuschauer erstarb, als die Studenten sich endlich der Höhle näherten. Abgestandene Luft gemischt mit einem markanten Gestank, den Milton nicht zuordnen konnte, schlug ihnen entgegen, als sie sie betraten. Ihr Plan war einfach. Einer von ihnen sollte gehen und nach Spuren der Vermissten suchen. Im undenkbaren Fall, dass er tatsächlich auf den Lindwurm traf, würden sie ihn heraus locken, um ihn zu umzingeln. Außerdem verlangte ihr Publikum nach einer Show.

Carl war der Unglückliche, auf den das Los fiel. “Es gibt keinen verdammten Lindwurm…”, murmelte er sich Mut zu, als er ihre einzige Fackel nahm und tiefer in die Höhle vordrang. Das Licht verschwand langsam, als er hinter einer Kurve verschwand. Für eine Sekunde, tat er Milton Leid. Allerdings war er froh, dass es nicht ihn selbst getroffen hatte. Die Zeit kroch dahin und eine unerklärliche Angst saß ihm im Nacken. Seine verschwitzten Finger verkrampften sich um den Schwertgriff. Milton zuckte Zusammen, als ein Schrei von den Wänden widerhallte.

Alarmiert starrten sie in die Dunkelheit. Jemand kam um die Ecke gestolpert. Es war Carl. Er musste die Fackel tiefer in der Höhle fallen gelassen haben. Ein gigantischer Schatten folgte ihm und stoppte ein Paar Schritte von ihnen entfernt. “LINDWURM!”, schrie Carl und rannte an ihnen vorbei. Was auch immer sie aufgeweckt hatten, es war deutlich größer als das größte Schlachtross, dass Milton jemals gesehen hatte. Und es war unglaublich sauer. Mit dem Kopf in eine Angriffsposition gesenkt, stürmte es überraschend schnell auf sie zu.

Instinktiv sprang Milton zur Seite und presste seinen Rücken gegen die Wand. Als die Kreatur an ihm vorbei rauschte, hackte er mit seinem Schwert nach ihr, aber die Klinge prallte von der dicken Haut ab. Er verlor den Halt und die Waffe flog im hohen Bogen in die Dunkelheit. Alle hatten es irgendwie geschafft dem Ansturm auszuweichen. Außer Carl, der in der Mitte der Lichtung stand und vorn über gebeugt nach Luft schnappte. Schnell hatte das Biest zu ihm aufgeschlossen und überrannte ihn unfeierlich. Die Zuschauer schrien auf und flohen panisch.

“Okay. Okay. Bleib bei dem Plan.”, sprach sich Milton Mut zu. Ungeschickt rutschte er auf den Knien rum und tastete in der Dunkelheit, bis er endlich sein Schwert gefunden hatte und aufsprang. Sein Herz schlug wild, als er auf die Lichtung trat.

Als er die Kreatur im Mondlicht sah, war Milton nicht sicher, was er sah. Obwohl das Tier beeindruckend war, hatte er sich den Großen Lindwurm ganz anders vorgestellt. Mit der Größe eines Elefanten, war er groß, aber nicht ‘groß’. Außerdem hatte er gedacht, dass er mehr wie eine Schlange sei. Stattdessen wurde der massive Körper von vier starken Beinen getragen, die in Füßen mit scharfen Klauen endeten. Dunkelrote Schuppen schimmerten matt auf seiner Haut. Flügel wie die einer Fledermaus spannten sich der gesamten Länge nach über seinen Rücken, aber Milton bezweifelte, dass ein derartig großes Geschöpf jemals fliegen konnte. Der lange, muskulöse Schwanz war das Einzige, das seiner Vorstellung wenigstens ein bisschen nahe kam, als er träger sich träge über den Boden schlängelte.

Für den Moment war das Tier abgelenkt, als es sich über Carl hermachte. Milton hielt den Atem an und schlich vorsichtig zur Baumgrenze. Erst jetzt bemerkte er, dass er nicht sein Schwert in der Hand hielt, sondern einen Oberschenkelknochen, an dem noch ein großes Stück verrottende Fleisch hing. Mit einem Schrei ließ er los und hielt sich sofort selbst den Mund zu. Aber es war zu spät.

Der Lindwurm hatte ihn bemerkt. Seine gesamte Vorderseite war mit Blut bespritzt. Die grünen, kalten Reptilienaugen fixierten ihn und – Milton konnte nicht erklären wie oder warum- zogen ihn in ihren Bann. Als er näher und näher kam, konnte der Student nicht anders, als die Anmut in dessen Bewegung zu bewundern, bis er nur noch wenige Schritte von ihm entfernt war.

Milton hatte sein Schicksal bereits akzeptiert, als ihn unerwartet jemand zur Seite stieß. “Beweg dich verdammt nochmal!” Er ging hart zu Boden, aber gerade noch rechtzeitig. Der Lindwurm schnappte nach der Luft, wo er vor einer Sekunde noch gestanden hatte. Nachdem Milton seine Orientierung zurück erlangt hatte, sah er, wie eine Gestalt einem weiteren Angriff mit Leichtigkeit auswich.

Der Fremde truf eine Plattenrüstung, die in verschiedene Segmente eingeteilt war, um die Mobilität ihres Trägers zu gewährleisten. Ein Kettenhemd schimmerte auf, wo der dunkle Stahl endete. Ein schmuckloser Helm mit Visier verbarg die Identität des Ritters. In der rechen Hand hielt der Unbekannte einen großen Streitkolben eine schlichte stumpfe, im Nahkampf aber erschreckend effektive Waffe. Allerdings konnte sich Milton nicht vorstellen, wie das in einem ungleichen Kampf wie diesem helfen sollte.

Die Kreatur brüllte frustriert und stürmte auf den unbekannten Widersacher zu. Das Gewicht der Rüstung hielt ihn nicht zurück, als er dem Biest entgegen kam. Milton zwang sich, zu zu sehen, als die beiden aufeinandertrafen, verstand aber nicht, was passiert war.

In der letzten Sekunde tauchte der Ritter unter dem Kopf des Lindwurm hinweg und öffnete dabei gerade genug Raum, um seine Waffe gegen das Vorderbein donnern zu lassen. Schmerzerfüllt schrie der Lindwurm auf, als sein Bein unter ihm nachgab und die Wucht seines eigenen Ansturms ihn mit dem Kopf zuerst zu Boden gehen ließ. Eine riesige Staubwolke wirbelte auf und ein markerschütterndes Krachen ließ Milton einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Als der Staub sich legte, konnte er seinen eigenen Augen kaum trauen. Der Lindwurm lag reglos am Boden. Wer war diese Person, die eigenhändig den Großen Lindwurm mit nur einem Schlag erlegt hatte?!

Sein unbekannter Retter kam direkt auf ihm zu. Erst jetzt bemerkte Milton das seltsame Wappen, das den Brustpanzer verzierte. Es erinnerte ihn an ein nach oben deutendes Dreieck, dessen Basis offen war, und von drei Sterne umringt wurde. Er hatte es niemals zuvor gesehen. “Du bist einer der betrunkenen Idioten, richtig?”

Sprachlos nickte Milton. Der Ritter zog seinen Helm ab und stellte sich als eine äußerst unbeeindruckte Frau heraus. Sie zeigte keine Anzeichen von Ermüdung, kein schwerer Atem, nicht einmal ein einzelner Schweißtropfen auf der Stirn. Ihr Gesicht war überraschend gewöhnlich. Ein breites Stirnband hielt ihr kurzes, dunkles Haar zurück. Sie war nur unbedeutend größer als er selber, aber die Strenge in ihrem Blick, und die Tatsache, dass sie gerade ein legendäres Monster erlegt hatte, ließ Milton sich klein und unbedeutend vorkommen.

“Du hast den Lindwurm erlegt… mit nur einem Streich!” Sie schaute über ihre Schulter und schnaubte. “Das ist kein verdammter Lindwurm. Nur ein einfacher, alter Drache.” Milton ließ nicht locker. “Aber wie hast du das gemacht?” Sie zuckte mit den Schultern. “Wenn du weißt, was vor dir steht, ist es ziemlich leicht.” Ihre Stimme war wohlklingend und warm, aber er spürte den beißenden Spott. Er errötete. “Aber…”

Sie verdrehte die Augen und verschränkte die Arme. “Was machst du überhaupt hier draußen? Typen wie du gehören in die Sicherheit der Stadtmauern.” Ihre Worte alarmierten ihn. “Die Erstsemester! Sind sie hier? Was ist wenn der Drache sie WIRKLICH erwischt hat?” Seine Retterin runzelte die Stirn, bevor sie kühl kombinierte. “Dann sind sie längst Drachenfutter.”

Milton sackte in sich zusammen. Nicht nur hatten sie keine Spur gefunden und sich lächerlich gemacht, Carl war wegen ihrer Dummheit gestorben. “Hey, Kumpel.” Sie klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter und grinste. “Mach dir keine Sorgen. Lass uns erst über meine Bezahlung reden.”

*

Nervös ging Milton den Flur auf und ab. Die Frau, dessen Namen er sich nicht getraut hatte zu fragen, war im Arbeitszimmer seines Vaters. Er war nicht besonders glücklich gewesen, als Milton ihm von den Ereignissen der Nacht erzählt hatte. Als Ergebnis hatte er seinen Sohn von den Verhandlungen ausgeschlossen, als seine Retterin ankam. Der seltsame Riese, den er unter den Zuschauern bemerkt hatte, stellte sich als ihr Begleiter heraus. Aber er war auf der Straße geblieben und rauchte glücklich seine Pfeife.

Was dauerte da so lange? Und warum wurde er wie ein Kind behandelt? Unwillens noch länger zu warten, presste Milton ein Ohr gegen die Tür. Seit seiner Kindheit hatte er seine Eltern auf diese Art belauschen können und es funktionierte immer noch.

“Zum letzten Mal, Lissa.”, hörte er seinen Vater sagen. Lissa, das musste ihr Name sein, vermutete er. “Ich werde keinen Groschen für meinen Idioten von einem Sohn bezahlen.” Lissas Antwort war ruhig und gefasst. “Aber nur wegen mir ist er noch ein lebendiger Idiot.”

Ein Klopfen fühlte die Stille, bevor sein Vater antwortete. “Ich kenne Leute wie dich. Schlächter auf der Jagd nach Monstern und ausgedachten Bestien. Ihr nutzt doch nur die Ängste von uns aufrichtigen Bürgern aus!” – “Für ausgedachte Bestien haben sie überraschend scharfe Klauen, die hübsche vornehme Jungs mit Leichtigkeit in Stücke schneiden.”, kommentierte Lissa sarkastisch. “Ihr seid doch nicht mehr als Säufer, Schläger und noch schlimmeres!”, fuhr sein Vater mit seiner Tirade fort, ohne ihr zu zuhören.

Lissa sprang nicht weiter auf seine Provokation an. “Deine Meinung ändert Nichts an den Fakten.” Sein Vater lachte bitter. “Stimmt, das tut sie nicht. Aber ich kenne die alten Bräuche. Du bekommst kein Geld von mir. Stattdessen stelle ich meinen Sohn in deine Dienste. “ “Nie-” Milton warf die Tür auf und würgte Lissa ab, als er in die Unterhaltung sprang.

“Das kannst du nicht machen!”, schrie er mit wütenden Tränen in den Augen. Sein Magen kribbelte nervös. “Das kann nicht dein Ernst sein!” Seine dünne Stimme überschlug sich krächzend. “Doch, Milton, das ist es.”, antworte sein Vater kalt. “Du hattest die gleichen Chancen wie deine Geschwister und was hast du draus gemacht? Nichts als Ärger. Aber genug ist genug.” Jedes Wort traf ihn wie ein Dolch in die Brust. “Dieses Mal hole ich dich nicht aus der Patsche. Vielleicht lernst du so endlich, dass dein Handeln Konsequenzen hat. Du bist hier nicht länger Willkommen, Milton.”
Die Worte trafen ihn hart. Seine gesamte Welt war mit einem Mal ins Wanken gekommen und fiel in sich zusammen. Er war sich sicher, dass es sich um einen schlechten Traum handeln musste und wartete verzweifelt darauf endlich aufzuwachen. Aber es passierte nicht. “Aber…”, sagte er hilflos. Er atmete schnell und flach. Milton weinte.

Lissa hatte offensichtlich kein Interesse daran in ein anhaltende Familiendrama hineingezogen zu werden und gab nach. “Schöne Scheiße…”, murmelte sie, als sie sich abwandte und zur Tür ging. Bevor sie ging, schaute sie zurück zu Milton. “Worauf wartest du? Eine Extraeinladung? Auf geht’s.”

Wenn Milton gewusst hätte, was auf ihn zukommen würde, wenn er mit ihr ging, wäre er vielleicht da geblieben und hätte versucht, die Dinge mit seinem Vater gerade zu biegen. Aber er wusste es nicht. Also, ohne eine andere Wahl zu haben, ließ er sein ales Leben zurück und folgte Lissa.


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Ich arbeite zur Zeit an meinem ersten Roman. Wenn dir meine Arbeit gefällt, melde dich doch für meinen Newsletter für Neuerscheinungen an!
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